© C. Ehrchen

Der Verein „Freunde des Kölnischen Stadtmuseums“ unterstützt das Kölnische Stadtmuseum bei dieser wichtigen Aufgabe. Durch unser Engagement werden Objekte erworben und Ausstellungen und Publikationen gefördert.

des Kölnischen Stadtmuseums e.V.

Freunde

Das Kölnische Stadtmuseum – hier schlägt das Herz der Stadt, hier lebt das kölsche Gedächtnis.

Mit seinen Ausstellungen, Publikationen und Sammlungen bewahrt und erklärt das Kölnische Stadtmuseum die reiche Geschichte Kölns und trägt wesentlich zum Verständnis von Gegenwart und Zukunft der Stadt bei.

Offener Brief an den Oberbürgermeister zum Kölnischen Stadtmuseum

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Ihr entschlossenes und tatkräftiges Handeln in den ersten Wochen Ihrer Amtszeit er-muntert uns, einen dringenden Appell an Sie zu richten. Es geht um die Zukunft unseres Stadtmuseums, um das Zeughaus und um den Umgang mit dem kulturellen Erbe unserer Stadt.

Seit dem katastrophalen Wasserschaden im Juni 2017 ist das Zeughaus fast unge-nutzt. Das Stadtmuseum musste ausziehen, sollte in einem prestigeträchtigen Neubau am Dom einziehen, kam für den Zeitraum von zehn Jahren zur Miete in einem ehema-ligen Modekaufhaus unter. Dank seiner attraktiven Inszenierung und dem interessan-ten Programm ist das Museum dort erfolgreich, und doch sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Die Ausstellungsfläche beträgt etwa 700 Quadratmeter – viel zu klein für eine Metropole von einer solch herausragenden historischen Bedeutung wie Köln. Die unfassbar reichen Bestände des Hauses sind in unzureichend ausgestatteten Depots gelagert. Zentrale Themen der Kölner Geschichte – zu Wirtschaft, Technik, Sport, Mig-ration und anderen sozialen Fragen – können nicht gezeigt werden. Wir erleben eine Verzwergung unseres historischen Erbes.

Zugleich verfallen das Zeughaus und die Alte Wache daneben – und damit zwei einzigartige Bauwerke der Kölner Vergangenheit. Auch das gesamte umgebende Areal ist zunehmender Verwahrlosung ausgesetzt. Das Zeughaus als ehemalige Waffenkammer Kölns war das Herzstück der wehrhaften Bürgerstadt. Die Wache ist eines von nur drei verbliebenen Gebäuden des frühen Klassizismus in der Domstadt. Die Römermauer, die hinter beiden verläuft, bildet ihr stützendes Rückgrat. Dieses einmalige Ensemble darf nicht weiter verfallen. Es ist kein Ort für ein Hotel, für städtische Verwaltung oder für eine Eventlocation; dies alles wurde bereits angedacht und zu Recht verworfen. Das Zeughausareal ist der geborene Platz für unser Stadtmuseum.


Hier lässt sich ein Ort schaffen, der ein kultureller Anziehungspunkt für das Bankenviertel ist, eine erste Anlaufstelle für die vielen Touristengruppen, die am Börsenplatz aussteigen, ein Ort, der selbst und im Dialog mit dem nahen NS-Dokumentationszent-rum wichtige Bildungsarbeit leistet, der aber auch ein Treffpunkt für unzählige Kölne-rinnen und Kölner ist. Gerade in unsicheren Zeiten wie diesen braucht unsere Stadt einen Ort der Selbstbefragung und der Selbstvergewisserung. Es braucht eine Einrichtung, die als Leuchtturm für die vielen Vereine und Initiativen dient, die sich um die Kölner Vergangenheit und das kölnische Brauchtum verdient machen. Und es braucht einen Ort, an dem die Kölner Pänz, die Erwachsenen, die Imis etwas über die hellen und die dunklen Zeiten ihrer Heimatstadt erfahren.

Köln hat schwierige Jahre vor sich, das ist uns bewusst. Mit Ihrer Idee der Olympiabewerbung haben Sie einen gewichtigen Aufschlag gemacht. Falls dies gelingt, dann ist ein elementarer Meilenstein gesetzt auf dem Weg zur Zweitausendjahrfeier Kölns, die unsere Stadt und ihre Bevölkerung 2050 begehen werden. Wir halten es für unabding-bar, dass die Darstellung unserer Geschichte dafür einen würdigen Rahmen bekommt, hinter dem sich die ganze Stadt versammeln kann. Wir sind überzeugt, dass das ein Unterfangen ist, das viele Unterstützerinnen und Unterstützer finden wird. Daher bitten wir Sie dringend: Bereiten Sie der Kölner Stadtgeschichte, dem Stadtmuseum und den Menschen, die sich um Kölns Identität und sein Bild nach außen große Sorgen machen, den Weg. Bitte bündeln Sie die Kräfte in Verwaltung und Stadtgesellschaft, damit noch in diesem Jahr der Startschuss fällt, um unsere Geschichte im Zeughaus erlebbar zu machen.

Für das AFR / Architekturform Rheinland e.V.: Peter Berner, Jörg Beste
Für das Archiv für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes e.V.: Harald Niemann, Peter B. Hoff
Für den Blog & Podcast "Das Köln-Ding der Woche": Frank Mausbach, Uli Kievernagel
Für die Bürgergemeinschaft Altstadt/Verein zur Förderung einer lebenswerten Alt-stadt e.V.: Dr. Joachim A. Groth, Iris Schütze, Prof. Dr. Dr. h.c. Leo Kreutzer, Ruth Etemadi
Für die Bürgerstiftung Köln: Martin Müller, Christiane Rabbe, Dr. Albert Hövel
Für das Centrum Schwule Geschichte e.V.: Martin Sölle
Für „Das historische Köln“: Klaus Hausmann
Für das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) e.V.: Dr. Robert Fuchs
Für die Eusebius Werke / Peter Schmitz Archive: Eusebius Wirdeier
Für den Förderkreis rechtsrheinisches Köln e.V.: Andreas Ritter, Sylvia Schrage, Jürgen Carl
Für den Förderverein Geschichte in Köln: Dr. Joachim Oepen, Andrè Welters
Für den Förderverein Römergrab Weiden e.V.: Prof. Dr. Heinz Günter Horn
Für Fortis Colonia e.V.: Roland Schüler
Für die Forschungsstelle Geschichte Kölns: Prof. Dr. Karl Ubl
Für die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e.V.: Bernhard Conin
Für die Freunde des Historischen Archivs der Stadt Köln e. V.: Burkhard von der Mühlen, Cathrin Dauven, Elke Wetzig

Für die Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e.V.: Dr. Konrad Adenauer, Prof. Turadj Zarinfar, Iris Heilmann
Für die Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Juden-tums e.V.: Dr. Ursula Reuter
Für die Geschichtswerkstatt Kalk: Matthias Moeller
Für die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e.V.: Mayen Beckmann
Für den Greven Verlag Köln: Dr. Damian van Melis
Für das Historische Archiv des Erzbistums Köln: Dr. Joachim Oepen, Stefan Plettendorff, M. A.
Für das Historische Luftfahrtarchiv Köln: Werner Müller
Für den Historischen Park Deutz e.V.: Sascha Ringling, Christopher Köhne, Thomas-Georg Tremblau
Für die Initiative CineCorsoCologne – Klassische Kinokultur in Köln: Dagmar Pütz, Joachim Geffers
Für die Initiative Rhenania Judaica: John Sykes, Anja Broich, Tal Kaizman
Für die Interessengemeinschaft Fahrzeugmuseum in Köln: Helmut Hundenborn, Helmut Müller, Joachim Stenger
Für Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz GmbH mit dem Duftmuseum im Farina-Haus: Louise Farina
Für den Kölner Frauengeschichtsverein e.V.: Bettina Bab, Irene Franken, Heike Rentrop-Bambynek
Für den Kölner Kulturrat e.V.: Bruno Wenn
Für die Kölner Stadtführer e.V.: Oliver Herrmann, Iris Kassebaum-Rohlmann, Danielle Mataré-Onnis, Claas Möller

Für die Kölnische Bibliotheksgesellschaft: Michael Wienand
Für das KulturForum TürkeiEuropa e.V.: Prof. Dr. Asli Telli, Arif Ünal
Für das Luftkriegsarchiv-Köln: Manfred Weichert
Für die Numismatische Gesellschaft Kölner Münzfreunde von 1957 e. V.: Bernhard Offermann
Für den Podcast Eine Geschichte der Stadt Köln: Willem Fromm
Für die Public History an der Universität zu Köln: Prof.in Dr. Christine Gundermann
Für das RadioMuseum Köln: Rolf Vidal
Für den Rheinischen Sammlerkreis: Gregor Wensing
Für den Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalver-band Köln: Dr. Alexander Kierdorf, Martin Lehrer M.A.
Für den Terra Coloniensis e.V.: Dr. Pascal Link, Dustin Flock
Für das Ungers Archiv für Architekturwissenschaft: Sophia Ungers, Georg Thoma, Anja Sieber-Albers
Für den Verein Deutscher Ingenieure BV Köln e.V.: Dipl.Ing. Paul Eberhard Krug
Für den Verein „Freunde der artothek Köln": Jürgen Th. Weghmann, Barbara Hosmann, Markus P. Schumann
Für den Verein Köln im Film e.V.: Stefanie Wüster-Bludau, Caroline Nokel
Für die Werkstatt für Ortsgeschichte Köln- Brück e.V.: Dr. Ingrid Hege-Wilmschen
Für www.poblicius.com: Josef Gens, Jutta Gens-Wolgemuth
Für den Zentral-Dombau-Verein zu Köln: Prof. Dr. Barbara Schock-Werner

NACHLASS UND WERKVERZEICHNIS

GERD BAUKHAGE

2019 hat der Freundeskreis den künstlerischen Nachlass des Kölner Malers Gerd Baukhage übernommen und stellt den Bürger:innen Kölns und darüber hinaus das Werkverzeichnis des Künstlers zur Verfügung. Sehr gerne nehmen wir weitere Werke, die sich im Besitz von öffentlichen oder privaten Sammlungen befinden, in das von Jeannette de Payrebrune erstellte Werkverzeichnis auf, das Sie unter dem Link unten finden:

Das neue Kölnische Stadtmuseum:

Seit 23. März 2024 geöffnet!


Was lieben wir? Was macht uns Angst? Woran glauben wir? Diese und fünf weitere zentrale Fragen schaffen in der neuen Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums ungewöhnliche und persönliche Zugänge zur Geschichte der Stadt. In den Räumen des ehemaligen Modehauses Sauer in der Minoritenstraße 13 präsentiert sich das Museum inhaltlich und gestalterisch rundum erneuert.

Der Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Stadtmuseums unterstützt die Kampagne zur Eröffnung des neuen Museums.

„Die Modernisierung ist das gemeinsame Ziel des Museums und des Fördervereins. Wir sind glücklich darüber, diese anzustoßen und mitzufördern.“

Jürgen Roters, 2. Vorsitzender des Vereins

Wir erhalten Geschichte:
Kölns ältester Motorwagen

Der Vis-à-Vis-Motorenwagen aus dem Jahr 1901/2 ist das älteste in Köln gebaute Automobil. Er soll als eines der Highlights in der neuen Dauerausstellung im Kölnischen Stadtmuseum präsentiert werden.

Wir fördern das Restaurierungsvorhaben finanziell und freuen uns, wenn alle Stadt- und Autoliebhaber:innen uns dabei unterstützen.

Der Vis-à-Vis ist ein einmaliges Zeugnis für die Pionierzeit der Automobilentwicklung in Köln um 1900 – einer Zeit, in der rund 16 Automarken hier ansässig waren.

Durch eine Spende helfen Sie dabei, ein Stück Kölner Stadtgeschichte zu erhalten und für zukünftige Generationen erlebbar zu machen.

  • Der 1902 in Köln-Sülz hergestellte Wagen, bei dem sich Fahrer und Beifahrer gegenübersitzen, fuhr einst mit sechs PS bis zu 25 km/h.

    Von der Kölner Motorwagenfabrik GmbH in Sülz aus gelangte das Automobil zu einer Familie in Süddeutschland und von dort über ein Auktionshaus 2011 - rund 110 Jahre nach seiner Entstehung - zurück nach Köln. Wie viele Exemplare des Vis-à-Vis damals gebaut wurden, ist nicht bekannt.

  • Philip Mandrys, Restaurator und Alumnus der TH Köln, wird im Auftrag des Fördervereins die Restaurierungsarbeiten durchführen. Prof. Dr. Frank Herrmann vom Institut für Fahrzeugtechnik der TH Köln begleitet den Prozess.

    Dafür wurde erstmals der hölzerne Aufbau des Oldtimers abmontiert und Fahrwerk und -antrieb sichtbar gemacht.

    Die erhaltenen historischen Fotografien sowie die im Vorfeld durchgeführten naturwissenschaftlichen Untersuchungen und Recherchen bilden die Grundlage für eine auf Fakten basierende fachkundige Bearbeitung

„Dieses Fahrzeug unterstreicht die kultur- und industriegeschichtliche Bedeutung Kölns als Automobil- und Innovationsstandort. Mit dem Erhalt dieses historisch bedeutenden und optisch ungewöhnlichen Objektes möchten wir als Freundeskreis unseren Beitrag dazu leisten, dass dieses wichtige Kapitel nicht in Vergessenheit gerät.”

Alexander Krahé, Mitglied des Vorstands

Hedwig Neven DuMont wird Ehrenbürgerin der Stadt Köln

Viele Jahre schon unterstützt Hedwig Neven DuMont mit ihrer Mitgliedschaft bei den Freunden des Kölnischen Stadtmuseums e.V. den Erhalt der Kölner Stadtgeschichte für die Zukunft. Jetzt wurde sie für ihre jahrzehntelange Arbeit für Kinder und Jugendliche in der Kölner Region von der Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit der Ehrenbürgerschaft der Domstadt ausgezeichnet.